Wir handeln mit Verantwortung.
Umwelt
Klima schonen
Ein wesentliches Ziel unserer verantwortungsvollen Umweltpolitik ist, neben konsequenten Energieeinsparungen im Filialbereich, eine deutliche Verringerung des CO2 Ausstoßes und die Steigerung der Energieeffizienz in unseren Kälteanlagen. Ein übermäßiger Anstieg der Konzentration an Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre trägt erheblich zur globalen Erderwärmung bei. Durch allgemeine Energieeinsparungen und durch Verringerung des Einsatzes von fossilen Brennstoffen gilt es, einen weiteren Anstieg des CO2 Gehaltes in der Luft zu vermeiden.

Wir unterstützen, wo und wann es möglich ist, eine Verringerung des CO2 Ausstoßes in allen Unternehmensbereichen. Dies erzielen wir unter anderem durch eine umweltschonende Kühlung, durch eine Optimierung unserer Logistik und durch eine Steigerung der Energieeffizienz in unseren Filialen. Weiterhin fördern wir in ausgedehnten Pilotprojekten die Entwicklung und Standardisierung von umweltfreundlichen alternativen Kältemitteln.

 

Umweltschonende Kältemittel

Herkömmliche H-FCKW-haltige Kältemittel werden von der Europäischen Union erst ab dem Jahr 2015 wegen ihrer ozonschädigenden Wirkung in bestehenden Kälte- und Klimaanlagen verboten. ALDI SÜD hat sich bereits im Jahr 1996 bei Neuanlagen entschlossen, auf ozonschädigende Kältemittel gänzlich zu verzichten. Alle bestehenden Kälteanlagen mit H-FCKW-haltigen Kältemitteln haben wir 2008 zudem auf ozonneutrale Kältemittel wie R 404A und R 134A (Tetrafluorethan) umgestellt. Das Kältemittel Ammoniak (R 717) eignet sich aufgrund seiner chemischen Beschaffenheit ausschließlich zum Einsatz in Großkühlanlagen, hat keinerlei ozonschädigende Wirkung und trägt nicht zum Treibhauseffekt bei.

Alternative Kältemittel

Seit 2010 erhalten alle neuen ALDI SÜD Filialen Kühlregale mit dem natürlichen Kältemittel CO2 (Kohlendioxid). Der damit erfolgte Schritt ist die konsequente Umsetzung einer langfristigen Strategie. Bereits seit 2006 hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD verstärkt auf den Einsatz des alternativen und natürlichen Kältemittels CO2 gesetzt und in mehreren Pilotprojekten die technische und ökonomische Effizienz der Anlagen getestet. Im Mittelpunkt standen neben der Steigerung der Energieeffizienz auch die Optimierung der betrieblichen Energie- und Servicekosten. Das innovative Konzept hat viele Vorteile: Zum einen ist CO2 ein sehr umweltschonendes Kältemittel mit hervorragenden Wärmeübertragungseigenschaften und einer äußerst geringen Treibhauswirkung (im Vergleich zu konventionellen F-Gas-Kältemitteln), zum anderen verfügt das Kältesystem auch über eine hervorragende Energieeffizienz. Drehzahlgeregelte Verdichter und Verflüssiger-Ventilatoren sorgen neben elektronischen Expansionsventilen, einem intelligenten Regelungssystem sowie Wärmerückgewinnung für einen reduzierten Energieverbrauch. Derzeit betreiben wir in West- und Süddeutschland rund 30 Filialen mit CO2-Anlagen.

"Mobiles Leckage System" zur Erfassung von Kältemittelbewegungen  

Mit "MobiLec" (Mobiles Leckage Monitoring System) nutzt ALDI SÜD ein innovatives System zur Qualitätssicherung, um Kältemittelbewegungen und Service-Aktionen wie Wartungsarbeiten und Dichtigkeitsprüfungen zu protokollieren. "MobiLec" nutzt die Kommunikation zwischen dem Mobiltelefon des Servicemitarbeiters vor Ort und den Vorteilen einer zentralen Datenverwaltung und -auswertung. Damit können Kältemittelbewegungen und Dichtigkeitsprüfungen zeitnah erfasst und zeitgleich ausgewertet werden. Jede ALDI SÜD Gesellschaft erhält mit "MobiLec" die Möglichkeit, die eigenen Kühlanlagen umfassend zu überwachen. Das Gerät protokolliert den gesamten Kältemittelbedarf der Kühlanlagen und informiert bei überhöhten Leckageraten automatisch diese Regionalgesellschaft. Die Serviceverantwortlichen können anschließend die Daten per Fernüberwachung ausgiebig kontrollieren und eine Dichtigkeitsprüfung der Anlage anordnen. Werden Grenzwerte überschritten, so erfolgt eine automatische Mitteilung. Ziel ist es, die Leckagerate deutlich unter die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte zu drücken. Da die verwendeten Kältemittel geruchs- und farblos sind, wurden in der Vergangenheit Leckagen im Kühlsystem oftmals ausschließlich bei routinemäßigen Überprüfungen festgestellt und erhebliche Leckagen nicht ausreichend für die Betreiber protokolliert. Schätzungen zufolge, entweichen jährlich bis zu vier bis sechs Prozent der Kühlmittel in die Atmosphäre und tragen somit erheblich zur Erderwärmung bei.

Umweltfreundlich unterwegs – die ALDI SÜD Fahrzeugflotte

Eine kontinuierliche Optimierung unserer dezentralen Logistik bedeutet nicht nur eine deutliche Reduzierung von zurückgelegten Streckenkilometern, sondern auch eine stärkere Auslastung unserer Fahrzeuge. Unsere ALDI SÜD Lastkraftwagen verfügen zudem standardmäßig über drei verschiedene Kühlzonen, sodass Produkte unterschiedlicher Temperaturbereiche gleichzeitig an unsere Filialen geliefert werden können. Dies reduziert erheblich die Zahl unserer Anfahrtswege und spart Treibstoff. Durch ein intensives Fahrertraining, in dem unsere Mitarbeiter eine defensive und ökonomische Fahrweise erlernen, haben wir außerdem unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen im Logistikbereich um circa 10 bis 12 Prozent gesenkt. Die regelmäßig stattfindenden Fahrertrainings verringern dabei nicht nur den Benzinverbrauch unserer Lastkraftwagen, sondern verbessern gleichzeitig die Fahrsicherheit unserer Fahrer im Straßenverkehr. 

Wir haben uns außerdem dazu entschlossen, uns bei der Anschaffung neuer Lastkraftwagen stets an der modernsten Motorengeneration zu orientieren. So sind schon jetzt Fahrzeuge von ALDI SÜD mit EEV-Motoren (Enhanced Environmentally friendly Vehicle) im Einsatz, die sowohl einen weit geringeren Partikel- und Stickoxidanteil als auch eine geringere Rauchtrübung im Abgas aufweisen als Motoren der Euro Norm 5. Damit hält ALDI SÜD die Belastung durch umweltschädliche Abgase für Mensch und Klima so gering wie möglich. Bei der TTT (The Team Composite AG) gab ALDI SÜD drei Kohlefaser-Monocoque-Kühler in Auftrag, die 2010 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vorgestellt werden sollen.